Naturstammhäuser Maik Ernst
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Naturstamm - was kann ich mir darunter vorstellen?

1. Entstehung eines Naturstammhauses

Der Bau unserer Naturstammhäuser beginnt mit der Auswahl der passenden Douglasienstämme im Wald. Diese werden in den Wintermonaten (geringere Holzfeuchte) unter Berücksichtigung der Mondphasen geschlagen. In einem Haus sollten nach Möglichkeit nur Stämme eines Standortes und gleichen Alter verarbeitet werden. Die Stämme werden mit Hilfe von Wasserhochdruck schonend entrindet und anschließend getrocknet. Dadurch wird ihre individuelle unregelmäßige Gestalt, welche später im Wandgefüge als natürliche Krümmungen oder Verwachsungen erkennbar ist, beibehalten. Nach der Trocknung wird das Naturstammhaus komplett inklusive Dachstuhl auf unserem Abbundplatz vorgefertigt. Eine Besichtigung der Bauherren ist zu jeder Bauphase möglich und erwünscht, da bereits zu diesem Zeitpunkt alle erforderlichen Anschlüsse wie zum Beispiel für die Elektroinstallationen festgelegt werden. Nach Fertigstellung des Hauses wird jeder einzelne Stamm sorgfältig nummeriert, auf einen LKW verladen und am eigentlichen Bauplatz fertig montiert.

2. Ein bauphysikalisches Meisterwerk in puncto Wärme- und Schalldämmung sowie Wärmespeicher und Feuchteausgleich

Jeder Mensch muss für sich entscheiden, ob er ein Massivhaus oder Holzhaus bauen möchte. Aufgrund der Eigenschaften von Holz gerade in Bezug auf Wärmedämmung, Schallschutz etc. spricht jedoch einiges dafür, bei der Wahl des Rohstoffes auf Holz zurück zu greifen. Es gibt keinen Baustoff, der ein so hervorragendes Raumklima schafft, gut dämmt und gleichzeitig so gut speichert.
Kein weiterer Baustoff wie massives Holz als Wandaufbau hat solch ausgewogene Eigenschaften und sich deshalb bereits seit Jahrhunderten bewährt. Die geforderten Werte der gültigen Wärmeschutzverordnung werden übertroffen. Das Zusammenspiel von hochwertigen Fenstern und Türen sowie einer ausreichende Dachflächendämmung garantieren einen zeitgemäßen Energiehaushalt und somit eine geringere Betriebskostenbelastung in den folgenden Jahrzehnten. Naturstammhäuser verbinden nicht nur den Umstand, dass sie das Raumklima behaglich empfinden werden, sondern auch, dass die gemessenen U-Werte (je geringer der u-Wert, desto besser die Wärmedämmung) stimmen. So wird bei einer Naturstammwand ein U-Wert von ca. 0,33 W/m²K erzielt.
Desweiteren verfügen Naturstammhäuser aufgrund der starken Rundstammkonstruktion und dem daraus resultierenden Eigengewicht über einen guten Schallschutz. Gleichzeitig sind sie temperaturausgleichend (Sommerzeit - angenehm hitzedämmend durch ihre Speichermasse, Winterzeit - Erwärmung durch Sonneneinstrahlung).
Aufgrund der bauphysikalischen Einfachheit ergibt sich bei dem einschaligen Wandaufbau eines Naturstammhauses eine äußerst hohe Lebenserwartung. Kondenswasserbildung im Wandquerschnitt kann nicht entstehen, da eine ständige und ungehinderte Feuchtigkeitsabgabe erfolgen kann. Somit haben Sie in Naturstammhäusern immer ein angenehmes Raumklima- sozusagen eine natürliche Klimaanlage.

3. Brandschutz und Brennverhalten

Auch wenn es für viele unvorstellbar scheint, aber ein Rundstammhaus ist schwerer entflammbar als ein Massivhaus aus Stein.
Gegenteilig zu der Tatsache, dass der Baustoff Holz ein brennbares Material ist, haben Nadelholzstämme vergleichsweise zu Betondecken und Ständerbauweisen bei Massiv- und Fertigteilhäusern einen beachtlich höheren Brandschutzwert. Der Baustoff Holz brennt nur dann gut, wenn er mäßig dick und der Zugluft ausgesetzt ist. Ein kompletter Stamm glimmt und verkohlt nur langsam an der Oberfläche. Somit bietet ein Naturstammhaus einen höheren Sicherheitsstatus in puncto Brandschutz.
In durchgeführten Sicherheitstests wurde erwiesen, dass trotz massiver Bearbeitung von Naturstämmen durch extreme Feuer mit extremer Temperatur nach wie vor die volle statische Tragfähigkeit als auch die Dichtheit gegeben ist. Die bemerkenswert positiven Sicherheitswerte entstehen dadurch, dass es keine durchgehenden Fugen im Aufbau der Naturstammhäuser gibt, welche ein Beschleunigen eines Brandvorganges unterstützen würden.
Im Gegensatz dazu wären herkömmlich verarbeitete Holzständerwände bereits nach kurzer Zeit verbrannt. Im Fall von Betondecken und -wänden kann es schnell zu einem Abplatzen des Materials kommen, welches die Freilegung der Stahlbewehrungen zur Folge hat. Dadurch kann es zum Ausglühen der Bewehrung und folgender statischer Schwächung kommen. Darüber hinaus werden bei einem Brand eines Naturstammhauses keine giftigen Gase freigesetzt, welche bereits nach Minuten zu einer lebensbedrohliche Gefährdung der Hausbesitzer führen könnten.

4. Setzung und Schwinden der Rundholzstämme

Holz schwindet durch den Verlust von Wasser. Der Feuchte-Anteil von frisch geschlagenem Holz liegt für gewöhnlich bei ca. 40 bis 60 Massenprozent. Er kann beispielsweise bei Splintholz (= der jüngere, wasser-und saftführende Teil des Baumes) bis zu 200 Massenprozent erreichen, dass heißt, das frisch geschlagene Holz enthält doppelt so viel Wasser wie feste Bestandteile. Das Splintholz zieht sich aufgrund der höheren Feuchte beim Trocknen erheblich stärker zusammen, was zu starken Spannungen führen kann und die Rissbildung zur Folge hat. Schon beim Aufbau des Naturstammhauses wird durch die Anordnung der Stämme und durch gezielten Einschnitt der Stämme dem Hauptspannungsriss eine Richtung vorzugeben versucht. In den überwiegenden Fällen verläuft der Riss an der Unterseite. Selbst bei vorgetrockneten Naturstämmen hat der Schwund noch nicht begonnen. Sie haben zwar durch die Austrocknung einen Großteil des Wassers verloren, aber der eigentliche Schwund ist erst nach einem Zeitraum von 2 bis 3 Jahren abgeschlossen und ist somit der wichtigste Faktor bei der Setzung. Desweiteren setzt sich das Naturstammhaus bereits während der Bauzeit durch sein Eigengewicht. Die Verdichtung der Stämme beginnt. Das Haus hat ein Gewicht von mehreren Tonnen und drückt somit die Längskanäle und Kanten der Eckverbindungen passgenau auf den darunter liegenden Stamm aufeinander. Dadurch wird das Holzhaus mit den Jahren immer dichter.

Das Schwinden der Feuchtigkeit sowie die Verdichtung der Stämme ergeben die Setzung des Naturstammhauses. Bei der Verwendung von Douglasienholz beträgt beispielsweise die Setzung ca. 5-6 %. Somit wäre bei einer Geschossdeckenhöhe von 2,50 m eine Hinzurechnung von ca. 12-15 cm für die Setzung des Holzes notwendig und ist beim Aufbau des Naturstammhauses sowohl bei gemauerten Innenwänden, Tür- und Fensterstürzen sowie Rohrleitungen zu berücksichtigen.

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